Mercedes GLA – “SUV-Charakter” inklusive

Preis GLA 180                                                                        28.940 Euro

Preis AMG GLA 45 4MATIC                                          56.852 Euro

Preis AMG GLA 45 Yellow Night Edition               64.468 Euro

Mercedes-Benz GLA 220d 4MATIC, canyonbeige, Innenausstattung: Leder Schwarz ;Kraftstoffverbrauch kombiniert: 4,8 l/100 km, CO2-Emissionen kombiniert: 127 g/km Mercedes-Benz GLA 220d 4MATIC, canyon beige, Interior: leather black; Fuel consumption combined: 4.8 l/100 km; Combined CO2 emissions: 127 g/km

  • Design

Mercedes betont das weiterhin „expressive Design mit deutlichem SUV-Charakter“ – gegenüber dem bisherigen GLA hat sich aber nur wenig geändert: So sollen überarbeitete Stoßfänger, neue Leichtmetallräder, die optionalen neuen LED-Scheinwerfer und die ebenfalls neue Farbe „Canyonbeige“ den GLA-Jahrgang 2017 gleich auf den ersten Blick kennzeichnen. Auch im „ansprechend gestalteten“ Innenraum agierten die Stuttgarter nach dem Motto ‚Evolution statt Revolution‘: So gehören zu den wesentlichen Neuheiten des modellgepflegten SUV neue Sitzbezüge, Zierteile und verchromte Bedienteile. Außerdem weist die Marke mit dem Stern auf die stärker akzentuierten Düsenringe hin, die den „stimmigen SUV-Touch im Innenraum“ unterstreichen sollen.

Mercedes-Benz GLA 220d 4MATIC, canyonbeige, Fahraufnahme ;Kraftstoffverbrauch kombiniert: 4,8 l/100 km, CO2-Emissionen kombiniert: 127 g/km Mercedes-Benz GLA 220d 4MATIC, canyon beige, driving shot; Fuel consumption combined: 4.8 l/100 km; Combined CO2 emissions: 127 g/km

  • Details

Neu in der Modellpalette ist der 184 PS starke GLA 220 4MATIC, der die Lücke zwischen den Benzinern mit 156 PS und 211 PS schließt. Verbrauch und Geräuschniveau profitieren vom verbesserten cw-Wert von 0,28 (bisher 0,29), der durch „eine Vielzahl aerodynamischer Optimierungen“ erreicht wurde. Den Komfort steigert auf Wunsch HANDS‑FREE ACCESS – damit lässt sich die Heckklappe „per Fußbewegung freihändig und berührungslos öffnen und schließen“. Anspruchsvolle Kunden spricht das Komfort-Exklusiv-Paket an, welches das bisherige Exklusiv-Paket um Komfortsitze „mit SUV-spezifischem schwarzem Leder in Büffellederoptik“ ergänzt. Gerne in Verbindung mit Zierteilen in Holz Esche schwarz matt oder AMG Zierteilen in Carbon …

Mercedes-AMG GLA 45 4MATIC Yellow Night Edition, cosmosschwarz ;Kraftstoffverbrauch kombiniert: 7,4 l/100 km, CO2-Emissionen kombiniert: 172 g/km Mercedes-AMG GLA 45 4MATIC Yellow Night Edition, cosmos black; Fuel consumption combined: 7.4 l/100 km; Combined CO2 emissions: 172 g/km

  • AMG GLA 45 4MATIC

Durch die Modellpflegemaßnahmen gewinnt natürlich auch der AMG GLA 45 4MATIC: So steigern „intelligente Aerodynamikmaßnahmen“ wie die dynamischer gestaltete Frontschürze und die neue Abrisskante auf dem Dachspoiler Fahrdynamik sowie Fahrstabilität und senken den Luftwiderstand (auf cw-Wert 0,33). In Silberchrom gehalten sind nun die Doppellamelle des AMG Twin Blade Kühlergrills und die Einsätze in den Seitenschwellerverkleidungen. Während der AMG serienmäßig mit LED High Performance-Scheinwerfern vorfährt, sind 20-Zoll-Leichtmetallräder im Vielspeichendesign auf Wunsch an Bord. Am Heck fällt nicht zuletzt der neue Diffusoreinsatz ins Auge. Eine Aufwertung erfuhr zudem das Interieur. Besonders interessant: Die sportliche, schwarz lackierte Yellow Night Edition …

Mercedes-AMG GLA 45 4MATIC Yellow Night Edition, cosmosschwarz, Innenausstattung: ARTICO/Mikrofaser DINAMICA ;Kraftstoffverbrauch kombiniert: 7,4 /100 km, CO2-Emissionen kombiniert: 172 g/km Mercedes-AMG GLA 45 4MATIC Yellow Night Edition, cosmos black, Interior: ARTICO/microfibre DINAMICA; Fuel consumption combined: 7.4 l/100 km; Combined CO2 emissions: 172 g/km

–> Auch nach der Modellpflege bleibt der Mercedes GLA ein Zwitter zwischen kombiähnlichem Kompakten und SUV. Die Überarbeitung betrifft nur Details, rollt der GLA doch heute noch genauso attraktiv vom Band wie bei seiner Markteinführung. Das GLA-Highlight ist weiterhin der 381 PS starke AMG 45 4MATIC, der in nur 4,4 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigt. Und dies am besten als Yellow Night Edition inklusive gelben Applikationen, Aerodynamik-Paket und AMG Performance-Sitzen in Ledernachbildung ARTICO/Mikrofaser DINAMICA …

Mercedes-AMG GLA 45 4MATIC Yellow Night Edition, cosmosschwarz ;Kraftstoffverbrauch kombiniert: 7,4 l/100 km, CO2-Emissionen kombiniert: 172 g/km Mercedes-AMG GLA 45 4MATIC Yellow Night Edition, cosmos black; Fuel consumption combined: 7.4 l/100 km; Combined CO2 emissions: 172 g/km

Bilderquelle: Mercedes

BMW 4er – Charakter geschärft

Benzinmotoren  184 PS / 252 PS / 326 PS

Dieselmotoren   190 PS / 258 PS / 313 PS (150 PS nur Gran Coupé)

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  • Design

Nicht zuletzt die Beleuchtung prägt das Exterieur des modellgepflegten 4er: So fährt das als Coupé, Cabrio und Gran Coupé erhältliche Modell nun mit neu gestalteten LED-Scheinwerfern, LED-Nebelscheinwerfern und LED-Heckleuchten vor. Aufmerksamkeit wecken neben den überarbeiteten Lufteinlässen, Line-spezifischen Applikationen und der neuen Heckschürze auch die beiden nur für die 4er-Modelle erhältlichen neuen Außenfarben Snapper Rocks Blue und Sunset Orange. Im Interieur sollen neue Galvanikelemente, Chromapplikationen und die Mittelkonsole in Schwarz Hochglanz die Exklusivität und Wertigkeit betonen. BMW weist zudem auf die doppelte Ziernaht auf der Instrumententafel als optisches Highlight hin.

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  • Antrieb

Insgesamt 31 Modell- und Antriebsvarianten stehen für den 4er zur Auswahl, insgesamt 12 sind optional mit Allradantrieb lieferbar. Serienmäßig rollt ausschließlich der 435d als Coupé, Cabrio und Gran Coupé mit xDrive vom Band. Für das Coupé und das Gran Coupé verspricht BMW ein strafferes Fahrwerk „für ein noch sportlicheres Fahrverhalten ohne Komforteinbußen“. Damit sollen sowohl die quer- als auch die längsdynamischen Fahreigenschaften für alle Beladungszustände verbessert werden – beim Serienfahrwerk ebenso wie dem M Sportfahrwerk und dem Adaptiven Fahrwerk. Optimiert zeigt sich der 4er zudem mit einem „noch souveräneren Geradeauslauf und einer verbesserten Lenkungsrückmeldung“.

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  • Infotainment

Das auf Wunsch erhältliche Navigationssystem Professional besitzt im neuen 4er nun eine noch bedienfreundlichere Benutzeroberfläche mit großen Bedienfeldern in Kacheloptik, die „frei angeordnet werden können und die Inhalte der dahinter liegenden Menüs ständig aktualisiert anzeigen“. Dem Nutzer ermöglicht dies eine noch intuitivere Handhabung. Ein weiteres Highlight für Coupé, Cabrio und Gran Coupé ist das optionale Multifunktionale Instrumentendisplay: In Abhängigkeit vom gewählten Fahrerlebnismodus stehen dem Fahrer damit unterschiedliche Darstellungsmöglichkeiten aller Anzeigen zur Verfügung.

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–> Mit bisher rund 400.000 weltweit verkauften Fahrzeugen des 4er stellt der ‚etwas feinere 3er‘ zweifellos eine Erfolgsgeschichte dar. Deshalb hat sich BMW im Zuge der Modellpflege damit begnügt, vor allem den Charakter von Coupé, Cabrio und Gran Coupé zu schärfen. So darf man in erster Linie auf das überarbeitete Fahrwerk, die neuen Anzeigen für Navigation und Instrumente sowie die neuen Farben gespannt sein: (Die Farb-Namen) Snapper Rocks Blue und Sunset Orange würde man schließlich eher in der MINI-Farbwelt vermuten …

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Bilderquelle: BMW

Bentley Continental Supersports – Superlative inklusive

Länge/Breite/Höhe/Radstand    4,81 m/1,94 m/1,39 m/2,75 m

Leistung / Drehmoment                 710 PS / 1.017 Nm

Hubraum / Zylinder                          6,0 Liter / 12

V/max / 0-100 km/h                         336 km/h / 3,5 s

Verbrauch (EU-Fahrzyklus)         15,7 l/100 km

Bentley Continental GT Supersports Photo: James Lipman / jameslipman.com

  • Exterieur

Das Design des Supersports lässt keine Fragen offen über die deutlich gesteigerte Leistungsfähigkeit des „Grand Tourer-Flaggschiffs“: So ziehen die Blicke die neu geformten Front- und Heckstoßfänger mit Splitter bzw. Diffusor aus Carbonfaser, die neuen Seitenschweller und Lüftungsschlitze in der Motorhaube (ebenfalls aus Carbonfaser), die schwarz glänzenden Luftauslässe im vorderen Kotflügel sowie das neu geriffelte Design der Endrohre in Hochglanzschwarz an. Ergänzt wird der sportliche Look von dunkel getönten Scheinwerfern und Heckleuchten sowie schwarzen Zierelementen an Frontgrill, Leuchten, Heckstoßfänger, Türgriffen und Fenstereinfassungen. Bentley steht übrigens gerne für noch mehr Individualität zur Verfügung – z.B. mit einer Carbonfaser-Motorabdeckung …

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  • Interieur

Im Supersports-Innenraum sollen „maßgeschneiderte Designelemente das moderne britische Luxuserlebnis unterstreichen“. Bentley verweist vor allem auf die „exklusive Kombination aus drei Farbtönen“, die erstmals für die aktuelle Generation des Continental GT lieferbar ist. Die Insassen können sich an Sitzen und Türverkleidungen in Alcantara mit einem neuen Design in Rautensteppung ebenso wie an Holzfurnier und technischen Oberflächen erfreuen. Neue Akzente setzt die Supersports Carbon Fibre-Verkleidung mit einer prägnanten optischen Struktur. Aber auch die Supersports Emblem-Stickereien, das Supersports Lenkrad und der „einzigartige“ Schalthebel wissen zu gefallen. Im Interieur geht ebenfalls noch viel mehr, wie das „X Specification“-Paket beweist …

Bentley Continental GT Supersports Photo: James Lipman / jameslipman.com

  • Antrieb

Mit Leistungswerten von über 700 PS und 1.000 Nm Drehmoment spielt der Supersports in der automobilen Champions League. Und dennoch unterstreicht Bentley beim „schnellsten Viersitzer der Welt“ über die Power hinaus auch die Kombination aus „extremer Dynamik und luxuriösem Fahrkomfort“. Dafür sind nicht zuletzt das „maßgeschneiderte“ Torque-Vectoring-System und der W12-Motor – der eigens für den Supersports neue Hochleistungsturbolader erhielt – verantwortlich. Auf die Straße bringt die brachiale Leistung ein Allradantrieb mit einer Kraftverteilung von 60:40 zugunsten der Hinterachse. Abgebaut wird die Geschwindigkeit von Carbon-Keramik-Hochleistungsbremsen mit verbesserter Kühlung. Die Bremsscheiben sind übrigens die „weltweit größten ihrer Art“ …

Bentley Continental GT Supersports Photo: James Lipman / jameslipman.com

–> Braucht man ein Auto wie den Bentley Continental Supersports? Nein! Will man ein Auto wie den Bentley Continental Supersports? JA!!!! Die Kombination aus 6,0-Liter-Zwölfzylinder, extremer Power und famosen Fahrleistungen sucht ihresgleichen. Gerade deswegen, weil sie von den Insassen keine Nehmerqualitäten verlangt, sondern die Performance kultiviert auf die Straße kommt. Und falls gewünscht auch gerne offen, denn der „bis dato schnellste und leistungsstärkste“ Bentley wird als Coupé und Cabriolet ausgeliefert …

Bentley Continental GT Supersports Photo: James Lipman / jameslipman.com

Bilderquelle: Bentley

Opel Crossland X – „Urban Crossover“

Länge/Breite/Höhe        4,21 m/1,77 m/1,59 m

Kofferraumvolumen     410 – 1.255 Liter

New Opel Crossland X: Crisp and compact on the outside, very spacious and versatile on the inside with trendy two-tone paintwork and a cool SUV look.

  • Design

Der neue Crossland X soll die Opel-Designphilosophie auf eine ganz spezielle Art interpretieren – „raffiniert und robust zugleich“. Die Front dominiert der Kühlergrill mit glänzendem Opel-Blitz und flügelförmiger Grillspange. Die Blicke ziehen zudem die SUV-typischen Verkleidungen und silberfarbenen Einsätze an. Die Silhouette prägt das „scheinbar schwebende Dach“ mit der zum Heck hin bogenförmig nach unten gezogenen Chromlinie. Wie beim Adam kann für das Dach eine separate Farbe gewählt werden. Das Heck setzt Akzente insbesondere mit den hoch positionierten Rückleuchten in LED-Doppelschwingen-Grafik. Ins Auge fallen aber auch der Unterfahrschutz sowie die seitlich nach unten gezogene Dachlinie.

X-factor technologies: Opel OnStar, great infotainment and numerous assistance systems.

  • Innenraum

Im Interieur unterstreicht Opel das „skulpturale Design mit Sinn für Präzision“. Die Rüsselsheimer verweisen auf die klar gegliederte und horizontal auf den Fahrer ausgerichtete Instrumententafel und Mittelkonsole. Chromumrandete Instrumente und Bedienelemente sollen hohe Qualität vermitteln. Für so manchen zukünftigen Crossland X-Fahrer dürfte jedoch das „großzügige“ Raumgefühl im Innenraum mindestens genauso wichtig sein?! Hier sammelt der „urban Crossover“ weitere Pluspunkte mit seiner Variabilität dank einzeln verschiebbarer Rücksitze. Nicht zuletzt Familienväter sollten die diversen Verstaumöglichkeiten an Bord erfreut zur Kenntnis nehmen. Selbstverständlich fährt der Crossland X auf Wunsch auch mit den AGR-Ergonomie-Sitzen vor.

New Opel Crossland X: Crisp and compact on the outside, very spacious and versatile on the inside with trendy two-tone paintwork and a cool SUV look.

  • Details

Für den nur 4,21 Meter langen Crossland X sind viele Ausstattungsdetails verfügbar, die im Kleinwagensegment keineswegs selbstverständlich sind, den Alltag jedoch „sicherer, angenehmer und einfacher machen“: Zu nennen sind hier vor allem das adaptive Fahrlicht AFL mit Voll-LED-Scheinwerfern, das Head-up-Display, die 180-Grad-Panorama-Rückfahrkamera, der automatische Parklenkassistent, der Frontkollisionswarner mit Fußgänger-Erkennung und automatischer Gefahrenbremsung sowie das schlüssellose Startsystem „Open & Start“. Auch in puncto digitaler Vernetzung ist der Crossland X dank Opel OnStar und moderner IntelliLink-Infotainment-Technologie inklusive bis zu acht Zoll großem Farb-Touchscreen auf dem aktuellen Stand.

X-tra compact: With a length of 4.21 meters, the new Opel Crossland X is 16 centimeters shorter than an Astra while at the same time 10 centimeters higher.

–> Mokka X und Crossland X sind beide im Segment der kompakten SUV’s zuhause und buhlen um die gleiche Zielgruppe. Wie differenziert Opel die beiden Offroader? Beim „sportlichen“ Mokka X unterstreichen die Rüsselsheimer die „Option eines Allradantriebs für gelegentliche Ausflüge ins Gelände“. Beim „vielseitigen“ Crossland X wird dagegen der Lifestyle-Faktor betont: „Stylish für die City, lässig wie ein SUV“, „X-trem cool“ und „X-tra lässig“. Meine Prognose: Jüngere sprechen stärker auf den Crossland X an, Ältere eher auf den Mokka X.

X-tremely cool: From the front, the Crossland X confidently displays a prominent grille with shining Opel Blitz.

Bilderquelle: Opel

Rückblick 18. Januar 1982 – Gurtmuffel

„Das Risiko, ohne Gurt tödlich zu verunglücken, liegt viermal höher als mit angelegtem Gurt“. 1979 wären 3.600 tödlich Verunglückte und fast 40.000 Schwerverletzte weniger zu beklagen gewesen – wenn sie den Sicherheitsgurt angelegt hätten. Trotzdem lag die durchschnittliche Gurt-Anlegequote bei nur 58 %, obwohl die Gurtpflicht bereits am 1. Januar 1976 gesetzlich eingeführt wurde. Um diese Quote zu steigern, wurden Millionen DM in Aufklärungsaktionen investiert. Schließlich sollte laut Experten jeder Prozentpunkt mehr Anlegequote die Zahl der tödlich Verunglückten pro Jahr um 40 reduzieren. Zur Steigerung der Zahl der „Gurtträger“ war ein Verwarnungsgeld von 20 DM für Gurtmuffel ab Juni 1982 beschlossen worden. Jedoch zweifelte so mancher an diesem „Druckmittel“.

Diskutiert wurde vor 35 Jahren auch über den Sinn bzw. Unsinn der 1974 eingeführten Flensburger Verkehrssünderkartei: Hat der Verlust des Führerscheins bei Erreichen von 18 (Straf-) Punkten nun eine abschreckende Wirkung oder nicht? Gegner der Kartei argumentierten, dass unter den Autofahrern erst dann „Furcht“ vor ihr auftritt, wenn sie bereits gegen Verkehrsregeln verstoßen haben, und somit die Sicherheit auf der Straße nicht gesteigert wird. Ihre Befürworter verwiesen hingegen auf ihre (verkehrs-) erzieherische Wirkung, zumal die Autofahrer die Punkte mehr gefürchtet haben sollen als den Griff in den Geldbeutel. Allerdings kritisierten auch sie, dass Punkte für leichtere Vergehen erst nach zu langer Zeit wieder gelöscht wurden.

Bei den Automobilherstellern und -händlern sorgte ein höchstrichterliches Karlsruher Urteil aus dem Oktober 1981 für heftige Kopfschmerzen: Denn die in nahezu allen Kaufverträgen für Neuwagen vorgedruckte Passage, dass Preisänderungen nur zulässig sind, wenn zwischen Vertragsabschluss und vereinbartem Liefertermin mehr als vier Monate liegen und danach der am Tag der Lieferung gültige Preis des Verkäufers gilt, wurde als nicht rechtens erklärt. Diese Entscheidung bedeutete in der Praxis, dass Autokäufer, die nach mehr als vier Monaten Wartezeit eine Rechnung inklusive zwischenzeitlich erfolgter Preisaufschläge erhielten, mit Hinweis auf die Preisanpassungsklausel den gesamten Vertrag platzen lassen konnten. Und dies rückwirkend ab dem 01.04.1977 …

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Folgende Neuheiten gab es Mitte Januar 1982 von den Auto-Modellen:

  • Die ersten Infos über den neuen Opel „Mini“, der erst Anfang 1983 in Deutschland (als Corsa) auf den Markt kommen sollte, machten vor 35 Jahren bereits die Runde: So war für den 3,62 Meter kurzen Kleinwagen für den Heimatmarkt zunächst ein 60 PS-Motor geplant. Das oberste Gebot hieß für den optisch sofort als Opel erkennbaren Polo-Gegner Sparsamkeit.
  • Mit ihren kraftvollen 2,8-Liter-Einspritzmotoren beeindruckten der BMW 528i, der Mercedes 280 E und der Ford Granada. Wer war der Beste? Vor allem bei schönem Wetter war der sportliche 528i beinahe unschlagbar. Das Handicap das komplett ausgestatteten Granada war die (Ford-) Herkunft, die wiederum stellte beim rundum soliden 280 E die Referenz dar.
  • Motor-Tuning weckte vor 35 Jahren noch wesentlich mehr Aufmerksamkeit als heute. So musste sich damals ein 136 PS starker VW Golf GTI Oettinger 2000 E einem 50.000 km-Dauertest stellen. Und bestand ihn (Motor-seitig) mit Bravour. 198 km/h Spitze, der Sprint auf Tempo 100 in lediglich 7,3 Sekunden und ein Verbrauch von 10,6 Litern – liest sich gut!
  • Ein Maserati für (beinahe) Jedermann? Das wäre natürlich auch bei einem „nur“ 40.000 DM teuren Einstiegsmodell der Italiener reichlich übertrieben. Interesse weckte der eher schlicht und kantig designte Biturbo unter den Automobilisten vielmehr wegen folgender Daten: 180 PS, 215 km/h Höchstgeschwindigkeit und 6,5 Sekunden für den Spurt auf Landstraßentempo.

BMW 524td - 2nd generation (03/2010)

Bilderquelle: BMW/Mercedes/Opel