25 Jahre Mercedes Cabriolet der Baureihe 124 – Zeitlos elegant

  • Nach der Produktionseinstellung der Open-Air-Variante des S-Klasse Vorläufers der Baureihe W 111 in 1971 mussten Freunde offener Viersitzer von Mercedes 20 Jahre lang Geduld aufbringen, bis sie mit der Präsentation des 300 CE-24 Cabriolet erlöst wurden. Das Warten hatte sich zweifellos gelohnt, denn das ab 1993 E-Klasse heißende Modell beeindruckte mit zeitloser Eleganz, Komfort, Sicherheit und einer breit aufgestellten Motorenpalette. Heuer feiert die offene Oberklasse mit Stern bereits ihr 25. Jubiläum. Glückwunsch nach Stuttgart!

Mercedes-Benz Typ 300 CE-24 Cabriolet, Baureihe 124. ; Mercedes-Benz Typ 300 CE-24 Cabriolet, 124 series.;

‚Oben ohne‘ und zu viert unterwegs in einem aktuellen Mercedes in den 1980er-Jahren? Davon konnten eingefleischte Fans der Marke mit dem Stern mit einem über das geöffnete Schiebedach hinausgehenden Frischluftbedarf damals nur träumen. Klar, es gab den SL, aber der hatte keinen Platz für vier Passagiere. Also mussten die Kinder oder die Schwiegereltern daheim bleiben. Oder der Familienkombi kam zum Einsatz, was bei 30°C aufwärts und strahlendem Sonnenschein Frust pur bedeutete. 1991 – nach 20 langen Jahren – erhörte Mercedes aber endlich das Flehen der Freunde der Marke und präsentierte mit dem Cabriolet der Baureihe 124 den ersehnten Viersitzer für offenen Fahrspaß.

E 36 AMG Cabriolet, Baureihe 124. ; E 36 AMG Cabriolet, 124 series.;

Mit „innovativer Technik, moderner Eleganz und einem absolut stimmigen Gesamtkonzept“ stellte das Oberklasse-Cabriolet die gekonnte Kombination aus der „Leichtigkeit des offenen Fahrens mit den Tugenden der Limousine dieser Baureihe“ dar – Klassikerpotenzial inklusive. Auf der technischen Basis des Coupés der Baureihe 124 war der Viersitzer mit Stoffverdeck zunächst als 220 PS starker 300 CE-24 erhältlich. Ins Cabriolet investierten die Ingenieure nicht zuletzt hohen konstruktiven Aufwand zur Versteifung der Karosserie. Schließlich sollte auch das offene Modell „so komfortabel und sicher wie die anderen Mitglieder der Baureihenfamilie“ sein. In diesem Zuge wurden „rund 1.000 Teile völlig neu konstruiert und tragende Strukturen aus dickeren oder hochfesten Stahlblechen gefertigt“.

Mercedes-Benz Typ 300 CE-24 Cabriolet, Baureihe 124. ; Mercedes-Benz Typ 300 CE-24 Cabriolet, 124 series.;

Mit dem Ergebnis, dass das Cabriolet „bei Frontal-, Heck- oder Seitenaufprall so sicher wie Limousine, T-Modell oder Coupé“ war. Im Falle eines Überschlags sorgte der automatische Überrollbügel für Sicherheit. Die 43 Kilogramm schwere Verdeckkonstruktion reduzierte den Kofferraum in zusammengefalteten Zustand um lediglich 80 Liter. Mit der Modellpflege im Juni 1993 wurde der offene Viersitzer nicht nur „stilistisch deutlich überarbeitet“, sondern erhielt die Baureihe 124 auch den Namen E-Klasse. Zudem ist die Modellpalette des Cabriolets um die Vierzylinder E 200 (136 PS) und E 220 (150 PS), den Sechszylinder E 320 (220 PS) sowie das Top-Modell E 36 AMG (272 PS) erweitert worden. Außerdem war die zuvor nur gegen Aufpreis erhältliche elektrohydraulische Verdeckbetätigung nun serienmäßig.

Mercedes-Benz Typ E 200 Cabriolet, Baureihe 124 ; Mercedes-Benz Typ E 200 Cabriolet, 124 series.;

1997 lief die Produktion des ersten E-Klasse Cabriolets im Werk Sindelfingen nach insgesamt 33.952 Exemplaren (15.380 mit Vier- und 18.572 mit Sechszylindermotor) aus. Gerade im Ausland erfreute sich die Oben-ohne-Variante großer Beliebtheit. Der offenen E-Klasse folgte das CLK Cabriolet der Baureihe A 208, dem meiner Meinung nach aber die zeitlose und unaufdringliche Eleganz des 124 etwas fehlte. Heute haben Freunde viersitziger Cabriolets mit Stern eine wesentlich größere Auswahl, denn Open-Air-Varianten gibt es neben der E-Klasse auch von der C- und der S-Klasse. Früher war halt doch nicht alles besser …

Mercedes-Benz Cabriolet der Baureihe 124. ; Mercedes-Benz E-Klasse Cabriolet, 124 series.;

Bilderquelle: Mercedes

Ford Mustang Black Shadow Edition – V8-Kraftwerk inklusive

  • Rund 110.000 verkaufte Fastback-Modelle und 30.000 Cabriolets machten den Ford Mustang 2015 zum „meistverkauften Sportwagen der Welt“. Auch in Deutschland steht das Pony Car in der Verkaufshitliste der Sportwagen und Coupés ganz weit oben. Um den Mustang weiter an der Spitze zu halten, legt Ford nun mit der Black Shadow Edition ein Sondermodell auf, das seine Fans insbesondere mit schwarzen Akzenten und Premium-Ausstattung in seinen Bann ziehen soll. Und nicht zu vergessen: Natürlich ist auch ein V8-Motor mit an Bord …

Ford Reveals Two Special Edition Mustangs; Ford Mustang Black Sh

Blickt man auf die Zulassungszahlen des Mustang in Deutschland, stellt sich unweigerlich die Frage, warum Ford den US-Sportler nicht schon früher hierzulande offiziell angeboten hat? Die einfachste Antwort darauf dürfte sein, dass auch die Kölner überrascht sind vom Erfolg des „ikonischen Pony Cars“ bei uns. Um das Interesse am Mustang hochzuhalten, präsentiert Ford nun das Sondermodell Black Shadow Edition „im exklusiven Design und mit hochwertiger Ausstattung“. Zukünftige Fahrer der Sonderedition dürfen sich vor allem auf spezielle Leichtmetallräder in Schwarz, ebenfalls schwarze Karosserie-Elemente, das Kommunikations- und Entertainmentsystem Ford SYNC 3, klimatisierte Sitze, Premium-Soundsystem und Premium-Polsterung in schwarzer Leder-Optik freuen.

The 97-Year-Old Man Who Climbed into a Mustang and Drove it Away

Bevor Mustang-Fans nun anfangen über Karosserieform, Motor und Farbe zu grübeln, sei ergänzt, dass die Black Shadow Edition ab Januar 2017 nur als Fastback-Coupé mit dem 421 PS starken 5,0-Liter-Achtzylinder ausgeliefert wird. Zudem ist das amerikanische Sportcoupé auch nur in den drei „ausdrucksstarken“ Farben Arktis-Weiß Metallic, California-Gelb und Race-Rot erhältlich. Eine weitere Wahlmöglichkeit lässt Ford beim Getriebe mit jeweils sechs Gängen: Manuelle Schaltung oder Automatik mit Schaltwippen am Lenkrad? Für mich eine einfache Antwort: Am souveränsten surft es sich auf der Drehmomentwelle des Mustang mit dem Automatikgetriebe. Und am meisten Spaß macht die Fahrt in den Sonnenaufgang mit dem California-Gelb lackierten Fastback-Coupé …

The 97-Year-Old Man Who Climbed into a Mustang and Drove it Away

–> Der Mustang steht heute aber nicht nur wegen der Black Shadow Edition im Mittelpunkt, sondern auch wegen Lennart Ribring. Der Schwede gönnte sich nämlich kürzlich zu seinem 97. (!) Geburtstag etwas ganz Besonderes: Einen neuen, handgeschalteten Ford Mustang GT mit 421 PS in Race-Rot. Begründet hat der Oldie seine Automobil-Wahl mit der Suche nach „Fahrspaß im Leben“. Den 250 km/h schnellen Mustang hält er dahingehend für „eine echte Ansage“ … Der kurz vor der Aufnahme in den „Club 100“ für über 100 Jahre alte Autofahrer stehende Stockholmer gehörte schon in den 1960er Jahren zu den allerersten Mustang-Besitzern in Schweden. Noch heute fühlt er sich im US-Sportler wie ein „König der Straße“. Zu sehen ist Lennart Ribring mit seinem 5,0-Liter-V8 Mustang Fastback in einem YouTube-Video (https://www.youtube.com/watch?v=xe69Az-sIQE).

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–> Ebenso wie Lennart Ribring dürfte auch Kilian Vas den meisten unbekannt sein?! Dabei handelt es sich nicht um einen rüstigen Rentner, sondern um einen am Standort Köln beschäftigten jungen Ford-Ingenieur. Vas weckte auch nicht Aufmerksamkeit mit einem 5,0-Liter-Mustang, sondern mit Carr-E (https://www.youtube.com/watch?v=mLasbNBmOqQ): Eine elektrifizierte Transporthilfe, deren Abmessungen erlauben, in der Reserveradmulde von Autos mitgeführt zu werden. Carr-E hat eine Reichweite von 22 Kilometern, erzielt eine Höchstgeschwindigkeit von 18 km/h und kann Personen und Gegenstände mit einem Gewicht von bis zu 120 kg transportieren. Die Inspiration für Carr-E stellte übrigens die Entwicklung von Ford zu einem umfassenden Mobilitätsunternehmen dar. Mit dem Hilfsmittel soll das tägliche Pendeln neue Möglichkeiten eröffnen und zugleich Spaß machen.

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–> Gute Nachrichten hat Ford für die Fans des GT-Supersportwagens: Der Bolide wird von Ford Performance zwei weitere Jahre als ursprünglich geplant gefertigt, so dass sich die Gesamtproduktionsdauer auf vier Jahre verlängert. Die GT-Interessenten, die bei der ersten Bewerbungsphase leer ausgingen, brauchen ihre bestehende Anfrage bei der Anfang 2018 startenden nächsten Bewerbungsphase nur zu aktualisieren. Die beabsichtigte Produktionsverlängerung unterstreicht die Rennaktivitäten des GT, der bei den IMSA WeatherTech SportsCar Championships sowie bei der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) für die Dauer von insgesamt vier Jahren eingesetzt wird. Ford betont, dass der Supersportwagen zwar auch in Zukunft ein exklusives Fahrzeug bleiben soll, “aber wir möchten natürlich unsere Kundschaft ebenfalls zufriedenstellen“.

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Bilderquelle: Ford

30 Jahre Citroen AX – Braver Gallier

  • Es gibt Citroen-Modelle, die in der automobilen Ruhmeshalle ihren Ruhestand genießen dürfen. Und dann gibt es ab den 1970er- bzw. 1980er-Jahren auf den Markt gekommene Modelle der Franzosen, denen so einiges vom Flair und Charakter ihrer Vorgänger fehlte. Dazu gehört auch der brave Kleinwagen AX, der sich zwar gut verkaufte und mit seiner Aerodynamik überzeugte, aber mangels Individualität nicht in der Liga von DS oder 2 CV spielte. Trotzdem Glückwunsch zum 30-jährigen Jubiläum!

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Keine Frage, im Schatten von Citroen-Legenden wie dem DS oder der unermüdlichen Ente ist der AX nur ein kleines – und von vielen wohl auch schon vergessenes – Licht. Zudem ein unterschätztes, denn der 1986 präsentierte Kleinwagen wurde bis 1998 immerhin mehr als 2,57 Millionen Mal produziert. Obwohl sein Äußeres nicht die von Citroen früher gewohnte Avantgarde ausstrahlt, sondern ebenso gut das Ford- oder Opel-Logo tragen könnte, glänzt der von Giuseppe „Nuccio“ Bertone designte Franzose doch mit dem vor 30 Jahren in seinem Segment „einzigartigen“ cW-Wert von 0,30. Im Innenraum standen dagegen ein möglichst großes Platzangebot und die Praktikabilität im Vordergrund, erkennbar an der Vielzahl der Ablagen und Staumöglichkeiten.

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Antriebs-seitig wurde der Fronttriebler mit Dieselaggregaten mit 52 PS und 54 PS sowie Benzinern mit 45 PS bis 95 PS angeboten. Die eigens für den Kleinwagen eingeführte neue Motorengeneration soll mit Robustheit und Wartungsfreundlichkeit überzeugt haben. Die zunächst eingesetzten Vergaser wurden später durch moderne Einspritzmotoren mit geregeltem Katalysator ersetzt. Seiner Zeit voraus war ab 1993 der AX Electrique als erster Serien-Citroën mit Elektroantrieb. Zu 100 Prozent elektrisch angetrieben soll das Modell in Abhängigkeit von Strecke und Fahrweise eine Reichweite zwischen 90 und 160 Kilometern erreicht haben. Der Stromer verfügte über Akkus im Motorraum sowie im Unterboden und rollte in insgesamt 330 Exemplaren vom Band.

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Zu den Highlights des mit drei oder fünf Türen lieferbaren Franzosen gehörte sein geringes Gewicht von lediglich 640 Kilogramm. Dieser gute Wert basierte vor allem „auf dem konsequenten Einsatz gewichtssparender Materialien“. Ein Beispiel dafür stellte die Kunststoffheckklappe mit rahmenloser Heckscheibe dar. Für Furore sorgte der Citroën AX aber auch im Motorsport mit den leistungsstarken Versionen Sport und GTi. Aufmerksamkeit weckte der kleine Gallier zudem durch das Marketing: So wurde im Sommer 1986 ein Werbefilm auf der Chinesischen Mauer gedreht, während zwei Jahre später 140 junge Europäer im Rahmen der „Operation Dragon“ medienwirksam im AX die 4.500 Kilometer von Shenzhen nach Peking zurücklegten.

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Was blieb vom 3,49 Meter kurzen, im Werk Aulnay-sous-Bois nahe Paris gefertigten Kleinwagen? In Deutschland zunächst ein aktueller Fahrzeugbestand von knapp 3.900 Einheiten. In den zwölf Jahren Produktionszeit sind hierzulande übrigens genau 159.753 AX verkauft worden. Und die Tatsache, dass sich der AX im Gegensatz zu so manch anderem Citroen-Modell optisch nicht von den Wettbewerbern durch einen individuellen Auftritt absetzen konnte (oder wollte?). Allerdings spielt dieser Aspekt im Kleinwagen-Segment eine geringere Rolle als zum Beispiel in der Oberklasse, wie auch die guten Verkaufszahlen des AX belegen.

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Bilderquelle: Citroen

Lotus Exige Sport 380 – „Nichts für die Zaghaften“!

  • „Der Lotus Exige Sport 380 ist jetzt nicht mehr der Beste seiner Klasse, sondern eine Klasse für sich.“ Und erhebt zudem noch den Anspruch „auf den Titel des besten Sportwagens unter 100.000 Euro“. Auch wenn es sich dabei um kernige Marketing-Sprüche handelt, so muss man den Briten doch zugestehen, dass sie wie kaum eine andere Marke die reine Lehre des Sportwagenbaus beherzigen: Weniger Gewicht = mehr Fahrspaß. Und so verweist Lotus zurecht darauf, dass der Exige Sport 380 so manchen Supersportwagen hinter sich lässt …

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Mit dem Exige Sport 380 will Lotus den hochpreisigen Supersportwagen den Kampf ansagen. Zumal im neuen Topmodell der Baureihe „alle Erkenntnisse aus der Entwicklung des gefeierten Exige Sport 350“ stecken, der mit Blick auf ein reduziertes Gewicht, gesteigerte Leistung und verbesserte Aerodynamik weiterentwickelt wurde. Die Briten unterstreichen, dass im Exige Sport 380 „keine ausufernde Elektronik und keine Spielereien das pure, unverfälschte Fahrgefühl verderben“. Außerdem sei das Spitzenmodell „in seiner Klasse unübertroffen“, weil es „schneller, markanter und direkter als seine Gegenspieler und sicherlich nichts für die Zaghaften ist“ …

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Letzteres signalisiert der Brite mit seinem neu gestalteten Front- und Heckdesign auch optisch: Während die schwarzen Frontscheinwerfereinfassungen eine „noch aggressivere Note“ erzeugen sollen, betonen die zwei statt vier Rückleuchten die Breite des Hecks. Die Blicke ziehen darüber hinaus die „ultraleichten“, geschmiedeten sowie in Schwarz oder Silber erhältlichen Aluminiumräder an. Auf ihnen werden Michelin Pilot Sport Cup 2-Reifen – im Format 215/45 ZR17 vorn und 265/35 ZR18 hinten – montiert. Aluräder und Reifen werden von geschmiedeten 4-Kolben-Bremssätteln von AP Racing sowie genuteten zweiteiligen Hochleistungs-Bremsscheiben ergänzt.

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Für alle, die ihren Exige Sport 380 noch „schärfer“ wollen, bietet Lotus weitere heiße Features als Option an: Zum Beispiel eine Abgasanlage aus Titanium, „die durch 10 kg weniger Gewicht hinter der Hinterachse die Balance des Fahrzeugs verbessert“. Wer häufig auf Rennstrecken unterwegs ist,  sollte das Track-Paket mit zweifach verstellbaren Dämpfern von Nitron und verstellbaren vorderen und hinteren Stabilisatoren von Eibach ins Auge fassen. Oder wie wär’s mit dem Carbon-Exterieurpaket, das ein einteiliges Carbon-Dachpanel und eine „charakteristische“ Carbon-Heckklappe mit Lüftungsschlitzen umfasst? Das Dachpanel wiegt zwar zwei Kilogramm mehr als das serienmäßige Softtop, dies gleicht aber die zwei Kilogramm leichtere Heckklappe aus.

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Carbon ist – teils optional – ebenfalls im Innenraum zu finden: So bei den Einstiegsleisten, die „schon auf den ersten Blick Motorsportgefühle hervorrufen“ sollen. Oder bei den Sportsitzen, die mit Alcantara, Leder oder Tartan-Karo bezogen und mit Kontrastnähten akzentuiert sind. Auf Wunsch rollt der Bolide mit einer Klimaanlage sowie einem neuen, integrierten Unterhaltungssystem mit iPod-Anschluss und Bluetooth-Funktionen vom Band. Noch individueller wird der Exige Sport 380 im Zuge des immer stärker nachgefragten Lotus Exclusive-Programms. In diesem Rahmen steht eine Vielfalt von Optionen zur Verfügung, die „traditionelle britische Handwerkskunst mit modernem Design verbindet“.

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Traditionell stehen Sportwagen von Lotus aber auch für gute Fahrleistungen: Dies bestätigt der Exige Sport 380 eindrucksvoll mit einer Beschleunigung in 3,7 Sekunden auf Tempo 100 und einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 286 km/h. Dafür verantwortlich sind der optimierte 3,5-Liter-V6-Kompressormotor mit 380 PS und einem Drehmoment von 410 Nm in Kombination mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe mit offener Schaltkulisse. Auf Wunsch ist ab dem Frühjahr 2017 zudem ein Sechsgangautomatikgetriebe lieferbar, das die Gänge wahlweise auch manuell über Schaltwippen aus geschmiedetem Aluminium am Lenkrad sequenziell wechselt. Das Ansprechverhalten der Drosselklappe und die Motorleistung steigert hingegen das Dynamic Performance Management (DPM) in den Einstellungen „Sport“ und „Race“.

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Die Fahrdynamik des Exige Sport 380 profitiert jedoch insbesondere von einer Lotus-Kernkompetenz – dem Leichtbau. Lediglich 1.066 kg wiegt der Sportler dank des umfangreichen Einsatzes von Carbon und Feinarbeit im Detail. Höchste Priorität genoss außerdem die Aerodynamik des Briten. So soll das Topmodell der Exige-Baureihe nun auch den Anspruch von Lotus, „den perfekten Sportwagen zu entwickeln“, erfüllen: Mit „weniger Gewicht, mehr Leistung und einer ausgefeilten Aerodynamik“. In die eigene Garage kommt dieses interessante englische Fahrspaß-Paket gegen Überweisung von 89.900 Euro. Und zwar serienmäßig als Roadster, auf Wunsch ist jedoch auch die Coupé-Variante lieferbar.

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Bilderquelle: Lotus

40 Jahre Fünfzylinder-Motoren von Audi – Kultstatus inklusive

  • Als erfolgreiches Motorenkonzept für die Serie und den (Rallye-) Sport bewährten sich die Fünfzylinder-Aggregate von Audi. 1976 im Audi 100 der zweiten Generation gestartet, „folgten Ausbaustufen und Neuentwicklungen mit Turboaufladung, Abgasreinigung und Vierventiltechnik, Rallye-Motoren sowie Fünfzylinder-Diesel“. Nach gut einem Jahrzehnt Pause sorgt der Fünfzylinder seit 2009 wieder in diversen RS-Modellen für Furore. Glückwunsch zum 40-jährigen an Audi sowie den charakterstarken Ingolstädter Fünfzylinder!

1976: World premiere of the first Audi five-cylinder gasoline engine

„Die Fünfzylinder-Motoren von Audi haben Kultstatus erreicht – zum einen durch den erfolgreichen Einsatz im Motorsport, zum anderen durch ihre Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit.“ Ergänzen könnte man noch den charakteristischen Fünfzylinder-Sound, der für seine Fans wie Musik in den Ohren klingt. Trotz der genannten Argumente pro Fünfzylinder haben aber Motoren mit sechs, acht, zehn oder zwölf Zylindern eine (deutlich) größere Fangemeinde. Klar, mit mehr Zylindern sind häufig mehr Leistung sowie größere und teurere Modelle verbunden, die Automobilisten faszinieren. Hinzu kommt, dass außer Audi – deren Motoren teilweise auch bei VW zum Einsatz kamen – in der näheren Vergangenheit nur noch Volvo auf den Fünfzylinder setzte. Aber die Schweden vertrauen zukünftig ausschließlich Vierzylindern …

1980: five-cylinder gasoline engine with turbocharger and intercooler: In 1980 at the Geneva Motor Show, Audi unveils the Audi quattro (B2), known as the “Ur-quattro” from the mid-1990s. It uses the powerplant from the Audi 200 5T (C2), but features an intercooler. As a result, the turbocharged engine achieves a higher output of 147 kW (200 hp) at 5,500 revolutions per minute and 285 newton meters (210.21 lb-ft) of torque at 3,500 rpm. The body of the Audi quattro is based on the Audi Coupe (B2), which in turn is based on the Audi 80. Flared fenders, bulkier bumpers and sills as well as a larger rear spoiler distinguish the Audi quattro from the Coupe.

Die Historie der Fünfzylinder-Motoren von Audi reicht bis ins Jahr 1976 zurück. Damals sollte der Audi 100 der zweiten Generation (Typ 43) gegenüber dem Vorgänger höher positioniert werden. Da Sechszylinder „aufgrund des Bauraumes und der ungünstigen Gewichtsverteilung ausschieden“, fiel die Entscheidung für den Fünfzylinder-Reihenmotor. Dieser basierte auf dem damals noch jungen Vierzylinder-Reihenmotor EA 827, der in den 1970er-Jahren im gesamten VW-Konzern zum Einsatz kam. Davon abgeleitet wurde ein Fünfzylinder mit 2,1-Liter und 136 PS, dessen Effizienz und Kraftentfaltung von einer modernen Einspritzanlage profitierten. Die Auslieferungen des Audi 100 5E starteten im März 1977. Zwei Jahre später feierte der erste Fünfzylinder-Benziner mit Turboaufladung und 170 PS sowie 265 Newtonmeter Drehmoment im neuen Topmodell Audi 200 5T seine Premiere. Zur Höchstform lief der Turbo schließlich inklusive Ladeluftkühlung im allradangetriebenen Urquattro von 1980 mit 200 PS auf.

1983: five-cylinder gasoline engine with four-valve technology, turbocharger and intercooler: In September 1983, Audi presents the Audi Sport quattro (B2) at the International Motor Show in Frankfurt am Main. It is powered by a 2.1-liter highperformance engine with four-valve technology that produces 225 kW (306 hp) at 6,700 revolutions per minute. The maximum torque of 350 newton meters (258.15 lb-ft) is available at 3,700 rpm. Delivery commences in May 1984. The Audi Sport quattro (B2) is a special series limited to 214 vehicles, produced to meet homologation requirements for rallying. The rules stipulate that displacement must be limited to a maximum of 2,133 cc.

Bereits 1978 debütierte der erste Fünfzylinder-Saugdiesel mit zwei Liter Hubraum und 70 PS. 1989 setzten die Ingolstädter mit dem Audi 100 TDI „einen weiteren Meilenstein der Automobilgeschichte“. Schließlich handelte es sich dabei um den ersten Serien-Pkw mit einem direkteinspritzenden Fünfzylinder-Turbodiesel und vollelektronischer Motorsteuerung. Aus 2,5 Liter Hubraum holte das Triebwerk 120 PS. Ein weiteres Highlight stellte bei den Fünfzylinder-Benzinern 1994 das Kraftwerk im Audi RS 2 mit 315 PS dar. Die Ingolstädter sehen im „Avant mit Sportwagen-Power“ sogar den Begründer einer neuen automobilen Klasse. Ab 1994 verabschiedete sich der Fünfzylinder jedoch schrittweise aus dem B-Segment – mit der Einführung des Audi A4 (B5) wurde er von neuen V6-Motoren abgelöst. Die letzten Fünfzylinder im Audi A6 2.5 TDI sowie der 2.3 Turbo im Audi S6 liefen 1997 aus.

1989: first five-cylinder turbocharged direct-injection diesel engine in a production car: Audi presents another milestone in the automotive history in 1989 at the International Motor Show in Frankfurt am Main: the Audi 100 TDI. The first fivecylinder turbocharged diesel with direct injection for a production car produces 88 kW (120 hp) from a displacement of 2.5 liters and delivers 265 newton meters (195.45 lb-ft) of torque to the crankshaft. It is used in the C3 and in the C4 – from 1994 with an output of 103 kW (140 hp) and 290 newton meters (213.89 lb-ft) of torque.

2009 startete der Fünfzylinder sein fulminantes Comeback im Audi TT RS – mit Turboaufladung, Benzindirekteinspritzung und 340 PS aus 2,5 Liter Hubraum. Aber auch im RS 3 Sportback und im RS Q3 sorgte das von der quattro GmbH entwickelte, quer eingebaute Triebwerk für Power pur. Im 2012 präsentierten TT RS plus standen dann sogar 360 PS zur Verfügung. In der Zwischenzeit gab es eine weitere Leistungsspritze, so dass der 2.5 TFSI im aktuellen Audi TT RS bereits kraftvolle 400 PS leistet. Diese Performance blieb natürlich auch den internationalen Motorjournalisten nicht verborgen, die die Jury für den „Engine of the Year“ Award bilden: Von ihnen erhielt der Fünfzylinder seit 2010 sieben Mal in Folge diese Auszeichnung in seiner Klasse verliehen.

1994: first five-cylinder RS engine: In 1994, the most powerful five-cylinder production engine built by Audi to date goes into action in the Audi Avant RS 2 (B4). With turbocharging, fuel injection and standard-fit emissions control, it produces 232 kW (315 hp) at 6,500 revolutions per minute from a displacement of 2,226 cc and delivers 410 newton meters (302.40 lb-ft) of torque at 3,000 rpm.

Für Furore sorgte der Fünfzylinder-Benziner natürlich auch im Motorsport: So wurde der Finne Hannu Mikkola im Audi quattro 1983 Rallye-Weltmeister. Legenden-Status hat mittlerweile der im selben Jahr vorgestellte, 24 Zentimeter kürzere und breitspurige Sport quattro. Während der neu entwickelte Vierventil-Fünfzylinder aus Leichtmetall die Straßenversion mit 306 PS zum bis dahin stärksten Auto, „das von einer deutschen Firma für den öffentlichen Straßenverkehr angeboten wurde“, machte, leistete das Modell als Gruppe-B-Rallyeauto sogar 450 PS. Weitere Fünfzylinder-Ausrufezeichen im Rennsport setzten der 598 PS starke Sport quattro S1 (E2), mit dem Walter Röhrl 1987 das Bergrennen am Pikes Peak (USA) gewann, sowie der IMSA-GTO mit 720 PS aus immer noch kaum mehr als zwei Litern Hubraum, mit dem Audi 1989 für Wirbel in der US-amerikanischen Tourenwagen-Szene sorgte.

2016: 2.5 TFSI with gasoline direct injection, turbocharger and intercooler: At the Beijing Motor Show in 2016, Audi presents the new TT RS Coupe* and the new TT RS Roadster*. The five-cylinder unit has been enhanced in every area – with lightweight construction measures, reduced internal friction, increased power delivery. From an unchanged displacement of 2,480 cc, the turbocharged engine gains a good 17 percent increase in performance. With an output of 294 kW (400 hp) it is more potent than ever before. The maximum torque of 480 newton meters (354.03 lb-ft) is available between 1,700 and 5,850 revolutions per minute. It ensures outstanding pulling power, which accompanies the unmistakable five-cylinder sound.

Bilderquelle: Audi